Sanssouci

Eintritt: 12 €, reduziert 8 €

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Das Schloss und der Park Sanssouci gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten Potsdams. Die Schönheit der Gebäudes und der wundervollen Gartenanlagen bezaubern noch heute. Nicht umsonst wird Sanssouci auch das preußische Versailles genannt.

Das Schloss wurde von Friedrich dem Großen geplant. Es diente ihm, fernab des öffentlichen, höfischen Lebens des Berliner Stadtschlosses, als Ort der Erholung. 1743 fertigte Friedrich der Große die Entwürfe für das Schloss an, das für ihn bald zu seinem Sommerwohnsitz und liebsten Schloss werden sollte. Er übergab die Pläne an den Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff, der einige Mühe hatte, diese nach den sehr genauen Vorstellungen des Königs umzusetzen. Der Bau dauerte nur zwei Jahre, von 1745-1747. Sanssouci (französisch sans souci – ohne Sorge) ist eine relativ kleines Schloss und war lediglich für den Aufenthalt des Königs und einiger ausgewählter Gäste gedacht. Hier verbrachte er Zeit mit seinen geliebten Hunden, musizierte, philosophiere und empfing so illustre Gäste wie Voltaire. Natürlich nahm er auch Staatsgeschäfte war, das Schloss diente jedoch dem privaten Leben des Königs und nicht der Repräsentation. Von seiner Frau Elisabeth Christine von Braunschweig trennte er sich räumlich nach seiner Thronbesteigung und wies ihr das Schloss Schönhausen im Norden von Berlin zu. Der König, der eher als dem männlichen Geschlecht zugewandt galt, gestaltete sein Leben in Sanssouci vornehmlich frauenlos.

Seine Liebe zur Natur brachte Friedrich der Große durch die Anlage seines Schlossgartens zum Ausdruck. Diesen ließ er als terrassierten Weinberg anlegen und auch andere Nutzpflanzen anbauen. Lediglich ein Teil des Gartens diente mit Blumen und Fontäne der reinen Zierde. An diesem Ort verbrachte er am liebsten seine Zeit und wollte dort auch begraben werden. Erst 1991 ging sein Wunsch in Erfüllung, als sein Leichnam überführt wurde. Seitdem dient die von ihm selbst gestaltete Gruft als Grab.

Nach seinem Tod, wurde das Schloss nur noch selten bewohnt, jedoch wurden 1840 Um- und Erweiterungen an dem Schloss vorgenommen. Die alten Seitenflügel wurden dazu abgerissen und durch größere Seitenflügel ersetzt. 1873 erklärte es Wilhelm I zum Museum und machte es damit zu einem der ältesten Museumsschlösser Deutschlands. Glücklicherweise wurde das Schloss während des Zweiten Weltkrieges nicht zerstört, so dass man heute die wunderschöne Architektur im Original bewundern kann.

Auch das Innere des Schlosses ist höchst sehenswert. Die Innenausstattung konnte zum Teil im Original erhalten werden und wurde ansonsten durch möglichst originalgetreue Replikationen ersetzt. Durch die schön gestalteten Räume und die vielen alten Möbel bekommt man einen guten Eindruck von der Eleganz des damaligen Lebens.

Besonders beeindruckend ist der Blick auf das Schloss vom Garten aus. Unzählige Gärtner kümmern sich um die 300 Hektar große Parkanlage. Sie zu durchwandern nimmt einige Zeit in Anspruch. Immer wieder kann man Statuen und kleinere Gebäude wie z.B. das chinesische Teehaus bewundern. Ein ganz besonderes Gebäude kann man direkt neben dem Schloss bestaunen. Dort steht eine Mühle, die sich bereits dort befand, als Friedrich der Große sein Schloss plante. Er ließ sie aber nicht  abreißen, sondern sie blieb erhalten, direkt neben dem Schloss.

Wer das Schloss besuchen möchte, kann Tickets im Onlineshop buchen.

 

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Potsdam 14469 BB DE
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