Treptower Park und das Sowjetische Ehrenmal

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Manche Orte kennt man nicht, auch wenn man länger in Berlin lebt. Dazu ist die Stadt einfach zu groß. Ein Ort, den man sich unbedingt einmal ansehen sollte, ist der Treptower Park, vor allem wenn es warm ist und das Sowjetische Ehrenmal, bei dem sich das ganze Jahr über ein Besuch lohnt. Das Ehrenmal ist alleine schon aufgrund seiner imposanten Größe beeindruckend und erinnert an die Monumentalarchitektur vergangener Zeiten.

Besonders im Sommer ist der Treptower Park eine Oase, die von vielen Berlinern zum Sonnenbaden und Picknicken genutzt wird. Vor allem die jüngere Generation ist hier anzutreffen. Mit Getränken und Picknickdecken ausgestattet, werden hier ganze Tage verbracht. Man kann direkt an der Spree sitzen und die vorbeischippernden Boote beobachten. Wer Urlaub vom Alltag braucht, kann ihn im Treptower Park finden. Alleine die Nähe zum Wasser entspannt den Geist.

Das imposante Sowjetische Ehrenmal befindet sich im Südosten des Parks und wurde dort nach Ende des zweiten Weltkriegs errichtet. Es ist ein monumentales Denkmal für die gefallenen Soldaten der Roten Armee. Man ist auf die enorme Größe der Anlage nicht gefasst, wenn man sie das erste Mal besucht. Mit 100.000 Quadratmetern beeindrucken alleine die schieren Ausmaße. Die Eingangsbereiche zum Ehrenmal an der Puschkinallee und an der Straße am Treptower Park sind von zwei Rundbögen markiert. Eine von Trauerweiden flanierte Promenade führt an zwei stilisierten riesigen Fahnen aus rotem Granit vorbei, zum zentralen Teil der Anlage. Zu beiden Seiten des mittleren Bereichs erheben sich je acht Sarkophage aus Kalksteinblöcken. Die Gräber der über 7.000 hier bestatteten Soldaten befinden sich dahinter, im Rasenbereich unter den dort wachsenden Platanen und sind auf den ersten Blick kaum auszumachen. Am Ende der Anlage erblickt man das Hauptmonument, einen Hügel mit Krypta. Darauf thront die haushohe Statue eines sowjetischen Soldaten, auf einem zerbrochen Hakenkreuz stehend, der ein Kind auf dem Arm trägt und sein Schwert gesenkt hält. Dies soll die Befreiung vom Nazi-Regime symbolisieren.

Ob man nun einen Faible für Ehrenmale hat oder nicht, dieses ist wirklich sehenswert.

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Puschkinallee
Berlin 12435 Berlin DE
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